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Rauchfrei unterwegs: Im Auto sind Zigaretten besonders schädlich

Passivrauchen ist schädlich – vor allem in geschlossenen Räumen wie dem Auto. Dennoch greifen viele Eltern zur Zigarette und gefährden die Gesundheit ihrer Kinder. Die Kampagne „Rauchfrei unterwegs“ informiert über Risiken und animiert zum Aufhören.


© Juanmonino / Getty Images

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Viele Menschen unterschätzen, wie gesundheitsschädlich Passivrauchen ist. Tatsächlich inhalieren Nichtraucher dabei mit jedem Atemzug die gleichen Giftstoffe wie der Raucher selbst. Im Auto, also auf engstem Raum, steigt der Schadstoffgehalt der Luft besonders schnell an. Passivrauchen gefährdet alle Mitfahrer, doch für Kinder ist das Risiko besonders hoch – darauf macht die aktuelle Kampagne „Rauchfrei unterwegs“ der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, aufmerksam.

Passivrauchen macht Kinder krank

Wissenschaftliche Studien bringen Passivrauchen mit zahlreichen Gesundheitsschäden in Verbindung, darunter chronische Lungenerkrankungen, Herzinfarkte und Krebs. Jedes Jahr sterben demnach rund 3.300 Nichtraucher an Erkrankungen, die durch Passivrauchen hervorgerufen werden.1  Besonders gefährdet sind Kinder, denn ihre Organe sind noch nicht vollständig entwickelt, sodass sie die Tabakgiftstoffe nur schwer abbauen können. Kinder, die Tabakrauch ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen, eine beeinträchtigte Lungenfunktion und Mittelohrentzündungen. Bei Säuglingen erhöht Passivrauchen die Gefahr des plötzlichen Kindstods.

Im Auto ist die Giftstoffkonzentration besonders hoch

© Drogenbeauftragte/Flyer BMG-D-11013Angesichts der gravierenden Gesundheitsauswirkungen ist es alarmierend, dass laut einer aktuellen Studie 18,7 % der Mädchen und 19 % der Jungen in Deutschland täglich oder mehrmals pro Woche Passivrauch ausgesetzt sind.2 Besonders schädlich ist das Rauchen wegen des begrenzten Platzes im Auto. So steigt im Fahrzeuginnenraum die Konzentration kleinster Tabakpartikel in der Luft rapide an,wenn geraucht wird. Auf den Rücksitzen eines fahrenden Autos lassen sich auf Kopfhöhe von Kindern deutlich erhöhte Konzentrationen messen, wenn auf dem Vordersitz eine Zigarette angezündet wird. Die Tabakpartikel können tief in die Lunge eindringen und schaden der Gesundheit schon nach kürzester Zeit. Ähnliches gilt für diverse andere krebserzeugende Substanzen wie 1,3-Butadien, Acrylnitril und Benzol. Ihre Konzentration war im Urin von Nichtrauchern, die auf dem Rücksitz saßen, während auf dem Fahrersitz geraucht wurde, ebenfalls deutlich erhöht.3  Übrigens: Der direkte Kontakt mit Tabakrauch ist nicht die einzige Gefahr für Kinder in Raucherfahrzeugen, denn die schädlichen Substanzen lagern sich auf den Oberflächen ab und sind auch dann noch vorhanden, wenn aktuell nicht geraucht wird. Nikotin reagiert dabei mit anderen Schadstoffen und bildet tabakspezifische Nitrosamine, die krebserzeugend sind.

Endlich Nichtraucher werden – ergreifen Sie Ihre Chance

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann auf eine Vielzahl unterschiedlicher Beratungsangebote und Entwöhnungshilfen zurückgreifen. So beinhaltet das Rauchfrei-Programm, das die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen mit dem Institut für Therapieforschung München entwickelt hat, sowohl Gruppenangebote vor Ort als auch ein Online-Ausstiegsprogramm. Auch die BKK Mobil Oil unterstützt alle Versicherten auf dem Weg zum langfristigen Rauchstopp durch die Kostenübernahme für zertifizierte Rauchentwöhnungskurse und -programme. Einen Überblick über das Kursangebot in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Website.

(1) Quelle: „Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“, Deutsches Krebsforschungszentrum
(2) Quelle: „Tabakkonsum und Passivrauchbelastung bei Jugendlichen in Deutschland“, Robert Koch-Institut
(3) Quelle: „Gesundheitsgefährdung von Kindern durch Tabakrauch im Auto“, Deutsches Krebsforschungszentrum


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