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Empfohlene Impfungen für eine sorgenfreie Schwangerschaft

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten medizinischen Vorsorgemaßnahmen für Frauen, die schwanger sind oder werden möchten. Welche Impfungen sollte man vor der Schwangerschaft auffrischen, welche können nachgeholt werden? Wir klären auf.


© Juanmonino / Getty Images

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Manche Impfungen empfehlen Ärzte ausdrücklich vor einer geplanten Schwangerschaft, andere Impfstoffe hingegen sind auch währenddessen erlaubt. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Schutzimpfungen für werdende Mütter mit den entsprechenden Empfehlungen des Berufsverbands der Frauenärzte.

Schon vor der Schwangerschaft Risiken vermeiden

Über die Nabelschnur ist jede Schwangere mit ihrem ungeborenen Baby verbunden. Dadurch übertragen sich sowohl bei einer Infektion als auch beim Impfen Viren und Bakterien auf den Embryo und können ihn schädigen. Schwangeren Frauen sollten deshalb keine sogenannten Lebendimpfstoffe verabreicht werden, beispielsweise gegen Masern, Mumps, Windpocken (Varizellen) und Röteln. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt deshalb, den Immunschutz gegen diese ansteckenden und gefährlichen Krankheiten bereits mindestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft zu erhalten. Wer also diese sogenannten Kinderkrankheiten noch nicht hatte, sollte sich unbedingt vor einer geplanten Schwangerschaft erstmalig dagegen impfen oder aber eine veraltete Impfung auffrischen lassen.

Während der Schwangerschaft auf Nummer sicher gehen

Die andere Kategorie der Impfstoffe, die sogenannten Totimpfstoffe, gilt sowohl für werdende Mütter als auch für ungeborene Kinder als unbedenklich. Die Impfung gegen Grippe wird schwangeren Frauen sogar besonders empfohlen, denn Grippe-Erkrankungen während der Schwangerschaft treten häufig auf und sind besonders unangenehm, weil dann die Auswahl an Medikamenten begrenzt ist. Eine Grippe-Impfung muss jedes Jahr erneuert werden, da die Viren sich ständig verändern. Andere Totimpfstoffe sollten während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn sie wirklich nötig sind, und möglichst nicht innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Der Grund hierfür ist, dass im Falle möglicher Schwangerschaftskomplikationen Spekulationen über einen Zusammenhang mit der Impfung unnötig belastend wären. Für Schwangere unbedenklich sind zum Beispiel Impfungen gegen Keuchhusten (Pertussis), Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie sowie Hepatitis A und B.

Gut geschützt auf Reisen als werdende Mutter

Schwanger oder nicht: Wer in Länder und Gebiete mit einem erhöhten Infektionsrisiko reist, sollte sich über entsprechende Reiseimpfungen informieren. Werdende Mütter erkundigen sich am besten schon vor der Buchung, welche Impfungen empfohlen werden und ob sich diese mit einer Schwangerschaft vereinbaren lassen. Als für die Mutter und das Ungeborene unbedenklich gelten zum Beispiel Impfstoffe gegen Kinderlähmung, Tollwut und Typhus. Von Impfungen gegen Cholera und Gelbfieber hingegen wird abgeraten. Generell sollten Schwangere lieber nicht in Regionen mit einem erhöhten Infektions- und Krankheitsrisiko reisen.

Auch die Verwandtschaft sollte Impfungen auffrischen

Doch auch alle weiteren Personen, die später mit dem Neugeborenen engen Kontakt haben werden – zum Beispiel Vater, Geschwister, Großeltern und Babysitter – sollten ihren Impfstatus vom Hausarzt prüfen und nötige Impfungen gegebenenfalls auffrischen lassen. In den ersten Lebensmonaten genießen Neugeborene zwar den sogenannten „Nestschutz“, denn aus dem Blut der Mutter haben sie während der Schwangerschaft viele Antikörper mitbekommen, doch dieser lässt nach ein paar Wochen nach.

Tipp:

Da eine geplante Schwangerschaft ohnehin viel Aufregung verursachen kann, sollten Sie sich nicht unnötig verrückt machen. Lassen Sie sich bezüglich der nötigen Impfungen ganz in Ruhe vom Haus- und Frauenarzt beraten. Wissenswertes rund um das Thema Impfungen können Sie auch auf unserer Website nachlesen.


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