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Teamarbeit: Probleme vermeiden – Vorteile nutzen

Teamarbeit gehört heute in der Schule, im Studium und auch im Berufsleben dazu. Eine Gruppe ist jedoch nicht automatisch ein Team, sodass Probleme oft vorprogrammiert sind. Wir zeigen, wie man die Vorteile nutzt.


© BraunS / Getty Images

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„Teamplayer gesucht“ oder „Wir setzen auf Teamarbeit“: Wer sich heute Stellenanzeigen durchliest, der merkt schnell, wie wichtig Teamfähigkeit vielen Arbeitgebern ist. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn ein Team gut funktioniert, wird nicht nur produktiver gearbeitet, sondern in der Regel auch ein besseres Ergebnis erzielt. Allerdings warten bei der Arbeit in der Gruppe neben großen Chancen auch viele Herausforderungen. Deshalb gilt: Wer sich bereits während der Schulzeit oder im Studium mit diesem Thema auseinandersetzt, hat es im späteren Arbeitsleben oft leichter.

Gruppenarbeit meistern: Fallstricke erkennen und Probleme umgehen

Jeder, der es einmal erlebt hat, weiß: Teamarbeit birgt so manche Stolperfalle. So ist sie von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn alle nur an ihren eigenen Vorteil denken oder Einzelne ausschließlich darauf bedacht sind, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, um die Lorbeeren zu ernten. Jedes Team lebt von Mitgliedern, die auf die anderen achten und ihnen auch mal unter die Arme greifen, wenn sie Hilfe brauchen. Am Ende profitieren alle davon. Zum Problem kann es auch werden, wenn die Kommunikation hakt und keiner recht weiß, was der andere tut. Schlimmstenfalls bleiben wichtige Aufgaben dann einfach liegen, weil sich keiner dafür verantwortlich fühlt. Ein weiteres Risiko: Da die Leistung einzelner Personen in der Gruppe weniger auffällt, neigen manche dazu, sich zurückzulehnen und darauf zu zählen, dass die anderen das Projekt schon erfolgreich meistern. Psychologen bezeichnen dieses Phänomen als „soziales Faulenzen“. Wer es bemerkt, sollte das Problem frühzeitig ansprechen, denn ein solches Verhalten ist nicht nur unfair gegenüber jenen, die so mehr Arbeit haben, sondern kann auch das Gesamtergebnis der Gruppe verschlechtern.

Vorteile der Teamarbeit nutzen: Mit diesen sieben Tipps klappt’s

Wer die Risiken kennt, scheut sich oft davor, Teamarbeit auszuprobieren. Dabei ist es nicht schwer, die Fallstricke zu umgehen, wenn man sie (er)kennt. Folgende Ratschläge helfen dabei.

  1. Auf Vielfalt setzen
    Prinzipiell spricht nichts gegen eine Gruppe von Leuten, mit denen man sich gut versteht. Bei der Zusammenstellung gilt jedoch: Je unterschiedlicher die Kompetenzen, desto eher profitieren die einzelnen Teammitglieder von den Impulsen der anderen – das ist von Vorteil für das Gesamtergebnis.

  2. Erst mal kennenlernen
    Sofern sich nicht alle Teammitglieder bereits kennen, ist vor Beginn der Zusammenarbeit eine kurze Vorstellungsrunde sinnvoll. Darin klärt man auch gleich, wer welche Fähigkeiten und Vorstellungen mitbringt. Erst danach sollte man sich genauer über die gestellte Aufgabe verständigen und Zuständigkeiten verteilen.

  3. Teilaufgaben festlegen
    Gruppenarbeit produziert die besten Ergebnisse, wenn jeder das macht, was er am besten kann. Problematisch wird es, wenn Teammitglieder keine Lust auf die Aufgabe haben und sich nicht einbringen oder die ganze Arbeit an sich reißen, sodass sich die anderen überflüssig fühlen. Deshalb empfiehlt es sich, individuelle Teilaufgaben festzulegen. Wichtig ist dabei, dass sich jeder mit seinem Part wohlfühlt und genau weiß, was er zu tun hat.

  4. Zeitplan erstellen
    Gerade schien der Abgabetermin noch endlos weit entfernt, doch plötzlich ist die Zeit verstrichen und die Aufgabe nicht ansatzweise fertig? Gerade im Team ist die Gefahr groß, dass man sich mit Nebensächlichkeiten aufhält und verzettelt. Verhindern kann man das Problem, indem man einen Zeitplan für das Gesamtprojekt mit konkreten Teilzielen erstellt.

  5. Klar kommunizieren
    Kommunikation ist ein entscheidender Faktor bei der Teamarbeit. Es sollte kein harter Kern entstehen, der über alles Bescheid weiß, während die anderen sich ausgeschlossen fühlen. Eine gute Möglichkeit ist ein wöchentliches kurzes Meeting, in dem sich alle gegenseitig auf den neuesten Stand bringen und Entscheidungen gemeinsam treffen.

  6. Fehler eingestehen
    Ob in der Gruppe oder alleine: Fehler passieren jedem. Deshalb sollte auch jeder bereit sein, die Verantwortung zu übernehmen, wenn er etwas falsch gemacht hat. Wer Fehler überspielt und hofft, dass es keiner bemerkt, oder versucht, sich hinter anderen zu verstecken, schadet dem gesamten Team.

  7. Kompromisse eingehen
    Menschen sind unterschiedlich und gehen Aufgaben auf verschiedenste Weise an. Für die Teamarbeit bedeutet das: Jeder muss hin und wieder sein Ego zurückstellen und einen Kompromiss eingehen – oft resultiert am Ende gerade daraus das beste Ergebnis. Diesen entscheidenden Vorteil sollten sich alle Gruppenmitglieder immer wieder vor Augen führen.

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