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Ausgabe 2-2009
Genuss
Vom Strauch in die Tasse
„Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Und wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken." (Jonathan Swift)
Doch wie ist Ihr Kaffee zu einem guten Kaffee geworden? Und schmeckt er immer gleich? Lesen Sie hier kurz über den Weg von der Kaffeepflanze bis zu Ihrer Tasse Kaffee am Morgen!
Pflanzen
Die Kaffeepflanze gehört botanisch gesehen zur Gruppe der Rötegewächse (Rubiaceae). Bekannt sind rund 90 Arten der Gattung Kaffee. Die Sträucher oder Bäume werden je nach Art zwischen vier und acht Meter hoch. Sie bilden weiße Blüten und anschließend Früchte, die ähnlich wie Kirschen aussehen. Diese enthalten meist zwei Kerne mit Samen. Bis diese Samen zu den braunen, aromatischen Kaffeebohnen werden, die Sie kennen, sind noch einige Verarbeitungsschritte nötig.
Anbau
Ursprünglich kommen alle Kaffeearten aus Afrika. Mittlerweile werden sie in vielen Ländern der Subtropen angebaut. Die rund zehn Millionen Hektar Anbaufläche verteilen sich auf ca. 80 Länder, die überwiegen in Afrika, Mittel- und Südamerika und Asien liegen. Die Kaffeepflanzen brauchen ein konstantes Klima mit gleichmäßiger Temperatur und begrenzten Niederschlägen sowie einen lockeren, luftdurchlässigen und leicht säuerlichen Boden. Die drei Kaffeearten mit wirtschaftlicher Bedeutung werden in unterschiedlichen Regionen angebaut.
Kaffee Arabica
Auch Bergkaffee genannt, wird dieser in einer Höhe von rund 600 bis 1200 m über dem Meeresspiegel angebaut. Während er früher nur in Äthiopien geerntet wurde, ist mittlerweile Brasilien das größte Anbauland. Der Kaffee Arabica ist aus wirtschaftlicher Sicht die bedeutendste Kaffeeart.
Kaffee Robusta
Dieser wird in einer Höhe von 300 bis 800 Metern über dem Meer angebaut. Seine Hauptanbaugebiete liegen in Westafrika, Indonesien und Indien. Diese Sorte ist sehr unempfindlich gegen Krankheiten, Hitze und hohe Feuchtigkeit. Die Pflanze produziert besonders viele Früchte, die schnell reifen.
Kaffee Liberia
Die dritte Kaffeesorte wird im Flachland von Afrika angebaut. Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Parasisten hat die Sorte aufgrund ihres langen Reifeprozesses nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung.
Ernte
Gewöhnlich findet einmal im Jahr die Kaffeeernte statt. Hauptsächlich werden die Früchte mit der Hand gepflückt. Da nicht alle Früchte gleichzeitig reifen, wird der Vorgang alle 8-10 Tage wiederholt, bis alle Früchte geerntet sind.
Aufbereitung
Nach der Ernte sind die Früchte weder genießbar noch lagerfähig. Hierzu müssen zunächst alle Bestandteile der Früchte entfernt werden, sodass nur die reinen Kaffeebohnen übrig bleiben. Maschinell oder von Hand gereinigt, erhält man dann einen hellen, grünen Rohkaffee. Erst durch die Röstung bekommt er die dunkle Farbe und wird aromatisch.
Für das Aroma besonders wichtig
Während der Röstung werden die Bohnen auf etwa 200°C erhitzt. Durch den Entzug des Wassers und die Entwicklung von Röstgas vergrößern sich die Bohnen auf das Doppelte ihres Volumens. Sie entwickeln in diesem Prozess den typischen Kaffeegeschmack, die Aromen und Farbstoffe.
Die Mischung macht´s
Je nach Hersteller werden die unterschiedlichen Kaffeebohnen aus den unterschiedlichen Ländern vor oder nach der Röstung gemischt. Dies geschieht, um ganzjährig eine gleich bleibende Qualität zu erzeugen und das gewünschte Aroma zu bekommen.
Die Zubereitung
Mal etwas Außergewöhnliches: Wenn Sie mal Lust auf einen anderen Kaffeegeschmack haben, versuchen Sie doch mal eine besondere Mischung. Übers Internet können Sie spezielle Mischungen bestellen.