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Ausgabe 2-2009
Genuss
Kaffee - schwarzes Gold
Im vergangenen Jahr hat der deutsche Bürger im Schnitt rund 146 Liter Kaffee getrunken, das sind zwei bis vier Tassen pro Tag. Inzwischen trinkt man aber nicht mehr einfach nur „Kaffee“, das Angebot reicht von Cappuccino über Latte macchiato mit und ohne „Flavour“ bis hin zum Milchkaffee mit Sojamilch. Das gesundheitsschädliche Image, das Kaffee anhaftet, ist dabei nicht unbedingt begründet: Regelmäßiger Kaffeegenuss hat auf die Gesundheit nämlich durchaus positive Auswirkungen, fanden Wissenschaftler der Universidad Autonoma de Madrid heraus. Das schwarze Getränk senke das Risiko, an Krebs zu erkranken oder kardiovaskuläre Beschwerden zu entwickeln.
Ausnahme jedoch: Hypertoniker mit extremen Blutdruckwerten. Sie sollten ganz auf Kaffee, schwarzen oder grünen Tee und andere koffeinhaltige Getränke verzichten
Was macht die Bohne so besonders?
Die Kaffeebohne enthält vor allem Kohlehydrate, Fette, Wasser, Eiweiße, Säuren, Mineralstoffe, Aromastoffe und Koffein. Die Mengen sind je nach Sorte, Anbauland und Zubereitung unterschiedlich. Nach dem Rösten und Aufgießen sind von den genannten Inhaltsstoffen nur noch Spuren zu finden. Die Kohlehydrate werden überwiegend zu wasserunlöslichen Zuckerverbindungen umgewandelt und bleiben daher beim Aufgießen im Kaffeesatz zurück. Die Fette der Kaffeebohne sind ebenfalls nicht wasserlöslich und damit im Kaffeegetränk kaum noch vorhanden. Beim Rösten wird der Kaffeebohne das Wasser entzogen und gleichzeitig werden die Eiweiße durch die Hitzeeinwirkungen zerstört.
Hauptwirkung Koffein
Die verschiedenen Säuren bilden einen großen Teil des Rohkaffees. Sie haben einen großen Einfluss auf den typischen Kaffeegeschmack. Die B-Vitamine, die im Rohkaffee enthalten sind, gehen genau wie die Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor) zu einem großen Teil in das Getränk über. Die Hauptwirkungen des Kaffees sind auf das darin enthaltene Koffein zurückzuführen. Der Gehalt variiert je nach Sorte, aber auch nach Zubereitungsart. Da sich das Koffein nur im Wasser und nicht in Milch vollständig auflöst, enthalten Cappuccino und Milchkaffee weniger Koffein. Doch was bewirkt das Koffein eigentlich?
Die Wirkungen
Bei einer normalen Menge wirkt Koffein hauptsächlich stimulierend und anregend auf das sogenannte sympathische Nervensystem. Der Herzschlag wird beschleunigt, der Blutdruck erhöht und die Blutgefäße im Gehirn verengt. Wir werden wacher, leistungsfähiger und können uns besser konzentrieren. Diese Wirkung des Koffeins tritt etwa 30-45 Minuten nach dem Kaffeetrinken ein und hält zwischen eineinhalb und fünf Stunden an.
Wasserbilanz
Immer wieder wird in der Fachwelt darüber gestritten, ob der Kaffee mit in die Trinkmenge für den Tag einbezogen werden darf oder nicht. Fest steht, dass Kaffee eine harntreibende Wirkung hat. Deshalb sollten begeisterte Kaffeetrinker immer auch ausreichend Wasser oder andere Flüssigkeiten zu sich nehmen – Wassermangel führt zu Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten.