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Ausgabe 2-2009
Kaffee - schwarzes Gold
Genuss
Café-Freizeit
Nach einem Einkaufsbummel die müden Füße bei einer entspannenden Tasse Kaffee ausruhen, mit einer Freundin beim Frühstück den Tag beginnen oder mit der Clique nachmittags bei Kuchen und Piccolo den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen – das Lieblingscafé ist fester Bestandteil der Freizeitplanung.
Für spontane City-Trips stellen wir drei Lieblingscafés der Redaktion vor (Auswahlkriterium war nur der subjektive Geschmack - natürlich gibt es eine Unmenge weiterer interessanter Cafés in Deutschland):
Hamburg:
Ein Café der klassischen Art ist „Das Caféhaus“ in Hamburg-Rahlstedt (Rahlstedter Str. 68, Tel. 040/6733234). Hier sind Konditorei, Café, Restaurant, Bäckerei und Kaffeerösterei in einem Betrieb vereint. Mehrfach prämiert sind nicht nur die selbstgerösteten Kaffeesorten, wie zum Beispiel der Bio-Espresso, sondern auch die Torten und Kuchen – mit 5 Sternen des Handwerks.
Besonders lecker: die Schwarzwälder Kirschtorte und die Lübecker Nusstorte, ein Traum aus lockerem Biskuit, gerösteten Haselnüssen, Sahne und Marzipan. Ein bodenständiges, bunt gemischtes Publikum genießt im „Caféhaus“ auch unter der Woche in freundlichen, gemütlichen Räumen das Angebot aus zehn bis zwölf Sorten Torte. Hervorzuheben sind in diesem Kuchenkosmos allerdings nicht nur die kulinarischen Genüsse. Als besonders familienfreundlicher Betrieb wurde das Café unter anderem von der „Hamburger Allianz für Familien" ausgezeichnet.
Seit Januar 2009 ist das Caféhaus durch die Einführung eines Umweltmanagements „Ökoprofit“ zertifiziert und schreibt sich umweltbewusstes Handeln groß auf die Fahnen. Wärmerückgewinnungsanlagen und eine ganzheitliche Mülltrennung ohne Restmüll sind nur einige Beispiele für umweltgerechte Maßnahmen, die das Café zum Partner der „UmweltPartnerschaft Hamburg“ machen.
Köln
Im Multikulti-Stadtteil Ehrenfeld liegt das Cafè „Sehnsucht“ (Körnerstr. 67, Tel. 0221/528347). Ein kleines, aber feines Café, das bei der Gründung Anfang der 80er das einzige Café im Stadtteil war und inzwischen zum „Wohnzimmer“ Ehrenfelds anvanciert ist. Im Mittelpunkt des Gastraums steht ein alter Jugendstilofen, der im Winter für gemütliche Wärme sorgt und dem Besucher den Aufenthalt zum Beispiel auf dem großen, grünen Sofa behaglich macht.
Aber auch im Sommer kann man sowohl im Wintergarten als auch auf der kleinen Terrasse das Angebot des Cafés mit gutem Gewissen genießen: Der Betrieb ist bio-zertifiziert und verwendet für seine selbstgebackenen Kuchen – zum Repertoire gehören Köstlichkeiten wie Birne-Schmand, Mohn-Nuss und Kirsch-Marzipan mit Amarettini – ausschließlich Bioeier und Biomilch, und natürlich stammt der fair gehandelte Kaffee direkt aus Costa Rica.
München
Das Tambosi (Odeonsplatz 18, Tel. 089/298322) liegt unter den Arkaden des Münchener Hofgartens und bietet mit seiner illustren Geschichte dem Besucher auch heute noch echtes Caféhausflair.
Gegründet wurde das Café 1810 von Luigi Tambosi, Hofkellermeister von Ludwig I. In den 20er Jahren wurde es zu einer Münchener Institution mit Ballsaal und Theater ausgebaut und erhielt sich bis in die 60er Jahre hinein mit seinen 1.000 Plätzen im Hofgarten und seinen großzügigen Innenräumen seine Beliebtheit bei den Münchenern. Als in den 70ern die Schließung des Cafés drohte, rettete ein Volksbegehren der Münchener das „Tambosi" vor dem Aus.
Heute existiert das Unternehmen in kleinerem Rahmen, aber an derselben prominenten Stelle. Wer bei gutem Wetter auf dem Odeonplatz die Kaffee-Spezialität des Hauses, den „Capo Luigi“, genießt, blickt auf eine wunderschöne Kulisse aus Feldherrenhalle und Theatinerkirche.
Ein internationales Publikum findet auch im etwas schattigeren Biergarten im Hofgarten Platz und kann aus einer reichhaltigen Speisekarte aus verschiedenen bayrischen und italienischen Speisen wählen.
Seit einiger Zeit bietet das Tambosi, anknüpfend an die Tradition früherer Jahre, in den Abendstunden wieder ein Musikprogramm: zu einem 5-Gänge-Menü führen Studenten eine Oper auf.