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Ausgabe 2-2009

Gesund im Job .

Entspannter leben: Zeitmanagement privat

16 Stunden: So lang sind wir durchschnittlich jeden Tag wach. Eine Menge Zeit für Job oder Studium, Freunde, Familie, Hobbys und Haushalt. Dennoch fühlen sich viele Menschen oft gestresst – nicht nur beim Arbeiten: Das Phänomen Freizeitstress hat Hochkonjunktur.

Kapazitäten effizient nutzen

Selbstorganisation – so lautet die Formel für mehr Zufriedenheit und Gelassenheit. Prioritäten setzen, Zeitfenster und Termine planen, effizient mit (den eigenen) Kapazitäten umgehen – was im Job selbstverständlich ist, wird im Privatleben nur selten umgesetzt. Doch wer das Gefühl hat, dass ihm die Zeit davonläuft, und sich davon unter Druck gesetzt fühlt, tut gut daran, zu überlegen, ob der Verzicht auf Planung wirklich Entspannung und Spontaneität fördert – oder eher noch mehr Stress verursacht.

Zeit ist eine persönliche Empfindung

Selbstorganisation – der Begriff macht klar: Ohne das „Selbst“, den Blick auf die eigenen Bedürfnisse, geht es nicht. Deshalb ist zu klären: was mache ich tatsächlich mit meiner Zeit – und was möchte ich mit ihr machen?

Wie gehe ich mit Zeit um?

Arbeit, Studium, Haushalt, Familie – für manche Dinge wollen oder müssen wir uns Zeit nehmen. Vor allem dort, wo wir unzufrieden oder gebunden sind, lohnt sich aber der genaue Blick auf den Umgang mit der eigenen Zeit. Ehrlichkeit gehört dazu: trinke ich den Kaffee beim Arbeiten – oder trinke ich Kaffee, während ich vor meiner Arbeit sitze? Wer sich seine Vermeidungs-und Verzögerungsstrategien deutlich macht, ist effizienter.

Das Verschieben von als unangenehm empfundenen Tätigkeiten und die daraus resultierende Unzufriedenheit kostet nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Energie als die schnelle Erledigung. Schneller anfangen, schneller fertig werden und sich dann mit einer „echten“ Pause belohnen ist effizienter – und macht mehr Spaß. Ziel der Zeit-Analyse ist die Antwort auf die Frage: was mache ich – und wie lange brauche ich dafür?

Was sind meine Prioritäten?

Nur wer weiß, was ihm wichtig ist, kann Zeitaufwand und Ergebnis in Relation setzen und sein persönliches Optimum finden. Sich die eigenen Bedürfnisse und Ziele bewusst zu machen, ist hierfür Voraussetzung: Welche meiner Aufgaben, Termine, Hobbys entsprechen mir (noch)? Wie wichtig ist es mir, Zeit mit dem Partner zu verbringen, mit welchen Freunden fühle ich mich wirklich wohl, Sofa oder Sport – welche Freizeitbeschäftigung macht mir am meisten Freude?

Ziele setzen – aber realistisch

Wer seine Prioritäten gesetzt hat, kann prüfen, ob Zeitaufwand und Bedürfnisse für ihn in einem angemessenen Verhältnis stehen – und klare Ziele formulieren. Wer diese notiert, erreicht diese nachweislich schneller und hat eine Gedankenstütze, wenn sie im Alltag doch wieder aus dem  Blick geraten. Allerdings: Mehr Sport, die Weiterbildung in Rekordzeit und mehr Zeit für Freunde – das alles wird gleichzeitig kaum klappen. Deswegen sollten die Ziele  klar formuliert, gut durchdacht und vor allem realistisch sein – auch in Kombination miteinander. Und: die Serie, die nicht informiert, das Buch, das nicht weiterbildet – beide gehören unbedingt auch dazu. Wer Pausen macht, sich entspannt und auch einfach mal nichts tut, ist schneller, kreativer und leistungsfähiger. Das heißt auch: Freiräume, in denen Effizienz keine Rolle spielt, können sehr effizient sein.

Hier finden Sie weitere Infos, Tipps und Tricks, mit denen Sie mehr Zeit für sich gewinnen.

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