Ausgabe wählen
Ausgabe wählen
Ausgabe wählen
Ausgabe 2-2009
Emotion
Körpersprache: klare Signale senden!
Gestik und Mimik bestimmen die Kommunikation
Winkt Ihnen Ihr Sohn mit einem breiten Grinsen durchs Fenster des Kindergartens zu, wissen Sie, dass sein Tag gut gelaufen ist. Eilt der Schuhverkäufer Ihnen mit aufgesetztem Lächeln und übertriebenen Gesten hinterher, werden Sie misstrauisch. Und baut sich Ihre Freundin vor Ihnen auf, stemmt die Arme in die Hüften und kneift die Augen zusammen, ahnen Sie schon das bevorstehende Donnerwetter. Ständig deuten wir Körpersprache und ziehen in Sekundenbruchteilen Schlussfolgerungen daraus. Oft liegen wir richtig mit unserer Einschätzung – manchmal aber auch total daneben. Und häufig merken wir gar nicht, wie wir mit unserer eigenen Körpersprache die Kommunikation mit anderen bestimmen.
Kommuniziert wird immer – aber nicht immer bewusst
Sie können lächeln, die Arme vor der Brust verschränken oder die Schultern hängen lassen: Ihr Körper sendet immer eine Botschaft – auch dann, wenn Sie gar nichts sagen (oder sagen wollen). Nonverbale Kommunikation bestimmt unsere Wirkung auf andere mehr als wir glauben. Viele Studien haben dies schon längst nachgewiesen. Körpersprache bewusst einzusetzen kann also weiterbringen – das gilt für berufliche und private Kontakte.
Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation
- Schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen, wenn Sie mit ihm sprechen. Wegschauen wird als Unsicherheit und Ängstlichkeit gedeutet.
- Lassen Sie die Schultern nicht hängen, sondern halten Sie sich aufrecht: Das signalisiert Präsenz und Tatkraft.
- Lächeln Sie Ihre Mitmenschen an – schließlich wollen Sie auch freundlich behandelt werden.
- Setzen Sie Gesten sparsam ein.
- Vermeiden Sie Widersprüche zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation: Wenn Sie sagen: „Ich interessiere mich sehr für dieses Thema!“, sollten Sie nicht gähnen oder aus dem Fenster schauen.
- Wenn Sie jemanden begrüßen: Ein fester Händedruck kommt gut an, weil er Tatkraft und Erfolg vermittelt.
Körpersprache muss authentisch sein
Der bewusste Umgang und Einsatz von körpersprachlichen Signalen kann zwar die Wirkung auf andere in der gewünschten Weise beeinflussen – aber Achtung: Das Zusammenspiel von Mimik, Gestik und Körperhaltung ist zu komplex, als dass wir es vollständig steuern könnten. Die meisten Menschen haben sensible Antennen für Widersprüche. Täuschungsmanöver kosten Glaubwürdigkeit – und Sympathien. Wer eine positive Haltung entwickelt – zu sich selbst, zu eigenen Stärken und Schwächen, aber auch zu seinem Gegenüber –, strahlt diese auch aus: glaubwürdig und authentisch