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Ausgabe 2-2009

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Sport .

Mit dem Mountainbike auf Touren

Rasantes Sportgerät

„Mountainbike“ heißt übersetzt einfach nur „Bergfahrrad“ – etwas irreführend, denn das rasante Sportgerät hat in der norddeutschen Tiefebene fast genau so viele Fans wie in den Alpen. Schließlich verbindet Mountainbiken wie kaum eine andere Sportart Kraft, Ausdauer, Technik und Naturerlebnis – direkt ab der eigenen Haustür. Hohe Berge sind nicht unbedingt erforderlich, eine Kiesgrube tut es auch. 

Steile Anstiege meistern

Heute sind Mountainbikes dank Alu, Titan und Kohlefaser so leicht wie ein Kleinkind. Mit einer guten Gangschaltung meistern auch Anfänger steile Anstiege.

Gute Grundkondition wichtig

Wer "mountainbiken" will, sollte eine gute Grundkondition mitbringen. Der Körper dankt für Aufwärmen und Dehnen vorm Losfahren. Für den Anfang reicht pro Woche eine lockere Ausfahrt von 30 bis 45 Minuten sowie eine 60- bis 90-Minuten-Tour. Wer dabei rund 90 Mal in der Minute in die Pedale tritt, bringt seinen Puls leicht auf 130 bis 170 – und feuert so die Verbrennung von Fett und Kohlehydraten an. Zwischen den beiden Touren sollten zwei Tage Pause liegen. Einen Online-Trainingsplan finden Sie hier.

Begleitendes Fitnessprogramm empfehlenswert

Fortgeschrittene machen in der Woche eine lockere Ausfahrt von ein bis zwei Stunden, am Wochenende eine doppelt so lange Fahrt auf flacher Route sowie einen ausgedehnten Ritt über Stock und Stein: Waldwege, Schotterpisten und – sofern vorhanden – Stufentrails jagen den Puls auf 160 bis 185 und steigern das Kraftpotential. Sprünge (Hops) über quer liegende Hindernisse lassen auch die Seele hüpfen. Wer leistungsorientiert biken möchte, sollte begleitend auch ohne Rad trainieren: Sportmediziner empfehlen Gymnastik, Schwimmen und Krafttraining.

Wirbelsäule schonen

Die wichtigste Anschaffung für Mountainbiker ist natürlich das Rad. Ein vollgefedertes Mountainbike schont die Wirbelsäule am besten. Breite Stollenreifen sorgen für festen Griff im Gelände. Eine Kettenschaltung mit gut zwei Dutzend Gängen erleichtert steile Aufstiege ungemein. Nur „Dirtbikes“ – Miniräder mit wendigen Rahmen – sind überwiegend zum Springen über Erdhügel gemacht und verzichten aus Gewichtsgründen auf eine Gangschaltung. Qualitativ hochwertige Mountainbikes zu vergleichsweise niedrigen Preisen kommen meist aus Asien. Sie kosten um die 700 Euro. Wer deutsche Edelschmieden bevorzugt, muss mindestens das Doppelte anlegen.

Helm und robuste Kleidung wichtig

Zubehör braucht der Mountainbiker nicht viel - das aber sollte hochwertig und funktional sein: Ein Radhelm schützt vor Kopfverletzungen bei unsanften Landungen. Festes Schuhwerk, Fahrradhandschuhe sowie robuste Kleidung bewahren vor Schürfwunden und wehren Angriffe von Brennnesseln, Disteln oder Sträuchern ab. Jacke wie Hose sollten aus atmungsaktivem Material sein, das keine Feuchtigkeit aufsaugt – denn beim Mountainbiken kann man heftig ins Schwitzen kommen. Für ein kontrolliertes Training empfehlen sich außerdem Puls- und Trittfrequenzmesser.

Mittelgebirge locken Anfänger

Fast überall in Deutschland gibt es ausgeschilderte Mountainbike-Routen. Mittelgebirgsregionen wie Schwarzwald, Sauerland, Eifel, Thüringer Wald, Rhön und Odenwald locken auch Anfänger. Alpenüberquerungen sind für Hartgesottene herrlich. Wer im Urlaub auf Mountainbiken und Meer aus ist, wird auf Mallorca fündig. Die fahrradtouristische Infrastruktur im „17. Bundesland“ ist hervorragend. 

Eine gute Übersicht über organisierte Mountainbike-Reisen und Trainingslager findet sich hier. Infos auch beim Mountainbike-Verband Deutschland e.V.

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