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Ausgabe 2-2009
Gesundheit
Schweiß kühlt den Körper
Schwitzen ist gerade im Sommer normal und gesund: Einen halben Liter Schweiß sondert der Mensch durchschnittlich täglich ab. Bei schweißtreibender Arbeit, Sport oder großer Hitze dünstet man sogar bis zu fünf Liter aus – damit ließe sich eine kleine Gießkanne füllen. Feuchte Flecken in Hemd oder Bluse sind vielleicht peinlich, aber normalerweise ein gutes Zeichen: Die körpereigene Klimaanlage funktioniert. „Der Schweißfilm auf der Haut verdunstet und kühlt den Körper ab“, so Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer (Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit, Rowohlt Verlag, 2008).
Schweiß an sich ist geruchslos
Beim Thema Schweiß rümpfen viele erst mal die Nase. Dabei riecht Schweiß an sich nicht: Er besteht fast vollständig aus Wasser, außerdem enthält er Salz und andere Mineralien, Sulfate, Harnstoffe, Harnsäure, Zucker, Cholesterin sowie Milch- und Fettsäuren. Schweißgeruch entsteht erst, wenn sich die Milch- und Fettsäuren an der Luft zersetzen.
Der Schweißfilm ist ein wichtiger Teil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut, der auch die Funktion hat, Keime abzuwehren. Er wird von mehr als zwei Millionen Duftdrüsen in Achselhöhlen, um die Brustwarzen und im Genitalbereich erzeugt.
Die Schweißdrüsen werden auch durch psychische Reize stimuliert. „Kalter Schweiß“ bricht zum Beispiel aus, weil bei Angst einzelne Körperregionen – etwa die Handinnenflächen – unbewusst gereizt werden.
Trinken ist wichtig
Wer ordentlich schwitzt, soll auch ordentlich trinken – sonst droht dem Körper Austrocknung. Ungefähr anderthalb Liter am Tag sollte ein gesunder Erwachsener zu sich nehmen, bei verstärktem Schwitzen entsprechend mehr. Wasser gilt den meisten Experten noch immer als das gesündeste Getränk, zudem ist es kalorienfrei.
Wem Wasser pur zu fad ist, kann ohne Bedenken etwas Zitronen- oder Apfelsaft untermischen. Nach besonders starkem oder langem Schwitzen verlangt der Körper zudem nach einer Extraportion Salz. Gemüsebrühen oder Salzgebäck liefern sie schnell.
Krankhaftes Schwitzen
Manche Menschen leiden ständig unter massivem Körperschweiß. Da hilft kein Duschen und kein Deo. Die Folgen der Hyperhidrosis – so der medizinische Fachbegriff – reichen von Schweißfüßen mit Pilzbefall bis zu sozialer Isolation.